Tag 52 – Eurokrise, dis könnse! Aber Frühling, dis könnse nich!

Tagebuch, 27.3.2013, 17.30 Uhr

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Was macht man eigentlich an Ostern in Bayreuth? Ich habe gelesen, dass es ein Frühlingsfest gibt, das wird sicher schön, mit Glühwein, Schlittschuhlaufen und allem was dazugehört, hurra!

Außerdem gibt es eine große Partynacht am Sonnntag; man muss nur einmal Eintritt zahlen und kommt in tausend Clubs rein, das werde ich mir sicher nicht entgehen lassen. Ich bin eigentlich kein großer Clubgänger und einige der teilnehmenden Läden würde ich wohl normalerweise nicht besuchen, wenn ich mir nicht vorgenommen hätte, in meiner Stadtschreiberzeit die seltsamsten Dinge zu erleben, weshalb ich ja auch schon beim Fasching und beim Fußball war, und tanzen kann ich immer noch nicht, wegen Meniskus, was andererseits den Vorteil hat, dass ich doof rumstehen oder -sitzen kann ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, und gerade gerät mir dieser Satz hier völlig außer Kontrolle, ich bitte das zu entschuldigen.

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(Die Weichen stehen auf Genuss? Und die Harten auf McDonalds, oder was will mir dieses Plakat sagen? Oder ist mit „Genuss“ McDonalds gemeint? Dann fehlt ein Ironie-Smiley, und es stellt sich wiederum die Frage, worauf die Harten stehen. Auf den „Kochlöffel“?  Auf Tofu? Auf Krenfleisch? Ich versteh das alles nicht.)

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(Aber ich  muss ja auch nicht alles verstehen. Zweieinhalb 99 Gärten sind übrigens insgesamt 247,5 Gärten, warum schreibt man das nicht gleich?)

Strübing liest Paul

Morgen oder übermorgen stürzen wir uns ins große Katzenbergerfinale, heute nochmal ein einzelnes kleines Sümmülchen.

39. Summula, Doktors Höhlen-Besuch. 

Das war wieder so ein Kapitel, das mir gar nicht gefallen hat. Überhaupt scheinen Jean Paul gegen Ende hin ein bisschen die Ideen ausgegangen zu sein. Katzenbergers Ekelrede (siehe Weblogeintrag vom Montag) war nochmal ein humoristisches Highlight, aber in den 5 Kapiteln, die noch vor uns liegen, sucht man nach so etwas vergeblich. Es kommen zwar noch sehr schöne Sachen – aber keine wirklich witzigen mehr.

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(Demnächst hoffentlich wieder Fotos vom Schloss Fantaisie selbst. Gerne mit Blumen und Blättern an den Bäumen. Also natürlich nicht: „Mit Blumen an den Bäumen und mit Blättern an den Bäumen.“ Sondern mit Blättern an den Bäumen und Blumen auf dem Rasen. Und natürlich auch mit Blättern an den Blumen, nicht jedoch mit Bäumen an den Blumen. Mann, was ist denn heute los mit mir? Ich hab doch erst ein klitzekleines Jean-Paul-Bier getrunken)!)

Vielleicht ist es nicht richtig zu sagen, ihm seien die Ideen ausgegangen. Es wirkt eher so, als habe er keine rechte Freude mehr an der Form der relativ reinen humoristischen Erzählung gehabt; die Liebesgeschichte wird viel wichtiger werden als das Verprügeln des Rezensenten oder die Verwechslungsgeschichte, die doch anfangs so zentral war, jetzt relativ sang- und klanglos aufgelöst wurde und nur noch den Zweck hat, die – Achtung, Spoiler! – Liebesgeschichte zwischen Theoda und Theudobach noch etwas hinauszuzögern.

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Aber genug des Vorgreifens. Das 39. Summmula. Also, Katzenberger geht in die Höhle von Maulbronn, wo des Abends eine große Lustbarkeit stattfinden soll, um nach einem ihm noch fehlenden  Teil eines Bärenkinns zu suchen. Dabei fällt er einem heimtückischen (und genau wie seine Rezensionen anonymen Attentat Strykius‘ zum Opfer. Dieser schmeißt ihm eine Laterne auf den Arm, haut ihm dann mit einem Stock auf die Hand, verschwindet und taucht schließlich als falscher Freund wieder auf – um Katzenberger auch noch „inbrünstig die herabwelkende Hand“ zu drücken.

Katzenberger ahnt wohl, dass Strykius hinter dem scheinbaren Unfall steckt und ergeht sich erneut in Verprügelungsandeutungen – herrjeh, wird das nun endlich mal was?!

Fast vergessen: Der Serviceteil!

Wer keine Lust hat Jean Paul zu lesen, kann ihn morgen gucken. Siebenkäs – Szenen einer Ehe, das Theaterstück. 17.00 Uhr.  Sorry! 20 Uhr!!! Ist aber ohnehin ausverkauft …

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